Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?
Wie hoch ist der Zeitaufwand im Alltag?
Daratumumab wird Ihnen in einer Klinik oder Praxis als Spritze (Injektion) unter die Haut gegeben. Die ersten 8 Termine haben Sie jeweils im Abstand von 1 Woche. Die nächsten 8 Termine haben Sie alle 2 Wochen. Danach verlängert sich der Abstand auf 4 Wochen.
Die Injektion selbst erfolgt langsam über einige Minuten. Im Anschluss bleiben Sie noch für eine gewisse Zeit in der Klinik oder Praxis zur Nachbeobachtung. Beim ersten Termin sind das üblicherweise etwa 3 Stunden. Wenn Sie die Behandlung gut vertragen, nimmt die Nachbeobachtungszeit bei den weiteren Terminen aber deutlich ab.
Hinzu kommen Kontrollen, bei denen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt untersucht, ob es Anzeichen dafür gibt, dass sich bei Ihnen ein aktives Myelom entwickelt. Ein Kontrolltermin wird dabei üblicherweise mit einem Termin zur Injektion von Daratumumab zusammengelegt.
Was kann ich selbst noch tun?
Zum Schutz vor Infektionen hilft es, wenn Sie auf eine gute Hygiene achten und den Kontakt zu erkrankten Menschen vermeiden. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen Hinweise geben, was Sie bei Anzeichen einer Infektion tun sollten. Möglicherweise werden Ihnen auch Medikamente zum Infektionsschutz verschrieben. Von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt erfahren Sie auch, welcher Impfschutz für Sie sinnvoll und empfohlen ist.
Was ist sonst noch hilfreich zu wissen?
Vielleicht tut es Ihnen gut, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Informationen zur Selbsthilfe bietet zum Beispiel die überregionale Patientenorganisation Myelom.Online e.V. Dort erfahren Sie auch, welche regionalen Gruppen es gibt, wie etwa die Myelom Selbsthilfegruppe Südwest oder die Plasmozytom / Multiples Myelom Selbsthilfegruppe NRW e.V.
Eine Psychoonkologin oder ein Psychoonkologe kann Sie und Ihre Angehörigen dabei unterstützen, mit der emotionalen Belastung umzugehen. Ihre regionale Krebsberatungsstelle informiert Sie zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten und hilft bei sozialrechtlichen Fragen.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.